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Heinrich Adolf Franz Eugen
von Meyerinck

Geboren : 06.12.1786 in Berlin
Gestorben : 18.09.1848 in Stettin

Ehe/Beziehung mit : Pauline  

Beruf(e) : Königlich Preussischer Oberforstmeister
Wappen derer von Meyerinck
Hochzeiten/Scheidungen :
02.05.1810Hochzeit mit Pauline von Rauchhaupt in Trebnitz
Kommentar :
Das Wappen wird wie folgt beschrieben: "In Silber ein rothes Ankerkreuz, in den Winkeln von je zwei rothen Schindeln begleitet. Auf dem Helme mit roth-silberner Decke zwei von Roth und Silber übergeteilte Büffelhörner."

Sohn des Dietrich von Mayerinck auf Leuenberg und der Wilhelmine von Herold.
Nach dem Jahrbuch des deutschn Adels aber Sohn des Wilhelm Heinrich Jakob von Meyerinck (* Berlin 23.08.1755 ; + Luxemburg 23.11.1792) und der Sophie Ferdinandine Henriette Eleanore von Biedersee (* Bullerstedt 28.03.1764 ; + Berlin 1820)

Königlich Preussischer Oberforstmeister und Rittmeister a.D.
Forstmeister zu Lödderitz im Regierungsbezirk Magdeburg
Botaniker u. Ornithologe
Nach anderern Quellen in Magdeburg geboren.

1845 in Stettin

Siehe Hauff, Dorothea, "Meyerinck, Heinrich", in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 396 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd138373930.html :

"Seine schulische Ausbildung erhielt M. im Kloster Bergen bei Magdeburg. 1802-06 diente er beim Königsregiment in Potsdam, 1807-12 war er anhalt-köthenscher Kammorherr. 1813 trat er bei den Pommerschen Husaren ein und wurde Adjutant des Prinzen von Schweden, Jean Baptiste Bernadotte, seit 1815 war er Adjutant beim General v. Borstell, mit dem zusammen er in Paris einzog. Als Rittmeister nahm er nach Kriegsende seinen Abschied und studierte anschließend in Halle Naturwissenschaften, u. a. bei Nitsch, Kurt Sprengel und dem Entomologen F. Germar. Nach der 1817 abgelegten Försterprüfung erhielt M. 1818 eine Anstellung als Oberförster in Grüneberg/Elbe. 1823 wurde ihm die Leitung der Oberförsterei Lödderitz bei Dessau übertragen, der er bis 1844 vorstand, seit 1829 als Forstmeister. Als Oberforstmeister wurde er 1845 nach Stettin versetzt, wo er bis zu seinem Tod blieb.
In den mehr als 20 Jahren, die M. in Lödderitz tätig war, machte er aus dem vernachlässigten, durch Sommer-Überschwemmungen und Fröste gefährdeten Revier einen Musterbetrieb mit beträchtlichen Einnahmen. Lödderitz wurde beliebtes Exkursionsziel und zog zahlreiche Fachleute, u. a. J. T. C. Ratzeburg und den Forstklassiker W. Pfeil, immer wieder an. Viele Forstleute, die später bedeutende Stellungen einnahmen, erhielten in Lödderitz durch M. eine erste praktische Einführung in die Forstwirtschaft. Unter Beachtung von Standort- und Klimaverhältnissen legte M. zahlreiche neue Kulturen an und führte in den vorhandenen Beständen gezielte Pflegemaßnahmen durch; dabei galt sein besonderes Interesse, auch aus ökonomischen Gründen, der schwer zu kultivierenden Eiche, sowie Ulme und Weide. M. förderte auch den Obstanbau und befaßte sich mit Uferbauten.
In vielbeachteten Aufsätzen legte M. seine Erfahrungen bei der Bestandsbegründung und -pflege sowie bei der Nutzholzerziehung nieder. Seine vielseitigen naturwissenschaftlichen Interessen zeigten sich auch in seinen genauen Beobachtungen an Insekten, meist Forstschädlingen, die zum Gedankenaustausch mit führenden Entomologen und zu eigenen Veröffentlichungen in naturwissenschaftlichen und forstlichen Zeitschriften führten. Schon 1827 publizierte die Naturforschende Gesellschaft zu Berlin in ihren Schriften Beobachtungen M.s über die Biber, die z. T. gängige Vorstellungen berichtigten. Die preuß. forstliche Ausbildungsstätte Neustadt-Eberswalde verdankt M. wesentliche Stücke ihrer ornithologischen Sammlung. Ratzeburg benannte ihm zu Ehren einen Pteromalus Meyerinckii. In Stettin wurde ihm ein Denkmal errichtet."
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