Trebnitz liegt zwischen Könnern und Alsleben. Der Name Trebnitz leitet sich vom Slavischen "treb" (=roden). Es deutet darauf hin, dass dieser Ort durch Rodung geschaffen wurde.
Gerüchteweise soll es unterirdische Gänge geben, die vom Schloss zum Pfaffenberg reichen.
Zu dem Gut Trebnitz gehörten 1000ha Land. Damit war es das damals grösste Gut im Saalekreis.

Die Kirche in Trebnitz (St. Dionysii) ist auch sehr sehenswert. In Ihr hängt ein Gemälde des Brigardiers, zahlreiche Wappen mit Gedenkinschriften der von Rauchhäupter und ein Epitaph. Das Epitaph hat leider mittlerweile sehr gelitten.
Auch mit der Glocke und deren Inschrift hat sich der Stifter (der Brigardier) verewigt.

916Trebnitz wird als Trebonici erwähnt
945König Otto I verschenkt Trebnitz an den Marktgrafen Gero. Zu dieser Zeit sollen dort nur Heiden - also Slaven - gewohnt haben
961Es existiert bereits eine alte Feste
unbek.Nachweislich gehört die Ortschaft dem gleichnamigen Geschlecht "von Trebnitz" welche einen Eberkopf im Wappen führen
1454Der Erzbischof von Magdeburg belehnt Thimo I. mit Trebnitz. Nach "Pagus Neletici Et Nudzici" von 1773 wird Thimo schon 1415 belehent
1487Hans und Heinrich von Rauchhaupt werden mit Trebnitz belehnt
Lange bleibt es in "unserem" Besitz und wird oftmals um- und ausgebaut. Den letzten Stand bevor es abbrannte sieht man im Merian-Stich dokumentiert
1618-1648Trebnitz wird im Dreisigjährigem Krieg zerstört
Der Brigardier Hans Christoph baut das zerstörte Schloss mit Hilfe seiner Kriegsbeute wieder auf. Dienlich sind Ihm dabei auch die gefangenen Türken und Kamele aus der Schlacht bei St. Gotthard.
Des weiteren schützte er das neu erbaute Schloss mit Deichen, die das Hochwasser der Saale abhalten sollten. Die heute noch erhaltenen Steineichen auf diesen Deichen wurden in dieser Zeit gepflanzt.
1813-1815Während der Befreiungskriege werden alle Schneider inkl. Tuch und Nähzeug aus der weiteren Umgebung zusammengesammelt. Der Rittmeister von Rohr (ein Bruder einer Frau von Rauchhaupt) organisiert diesen "Aufmarsch der Schneiderzunft" um für sein 200 Mann umfassendes Korps Uniformen zu schneidern
1838Trebnitz wird an den Finanzrat Degener verkauft
nach 1945-1989Das Gut wird zur LPG
1958Das Schloss wird als Altenpflegeheim genutzt
2001Steffen Hupka erwirbt Trebnitz über den Mittelsmann Uwe Meenen für 100.000 DM
2003Der (holzwurmbefallene) Dachstuhl brennt
2009Das Schloss steht zur Zwangsversteigerung. Der Verkehrswert wird auf 85.000 € geschätzt
2010Das Schloss wird für 80.000€ von Thomas Wulff und Axel Schunk im Zwangsversteigerungsverfahren gekauft



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